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Schüler erkunden mit dem Mikrofon die Radiowelt
Viertägiges Medienprojekt an der Stulz-von-Ortenberg-Schule

Baden-Baden (cn). Mit Kopfhörer, Mikrofon und Aufnahmegeräte ausgerüstet, waren Schülerinnen und Schüler der siebten Klasse der Stulz-von-Ortenberg-Schule vier Tage lang unterwegs. Sie erkundeten die Arbeit von Rundfunkjournalisten. Was sie dabei erarbeiteten, erläuterten sie in einem Pressegespräch. Das Medienprojekt gehörte zu einem Workshop unter Leitung des Medienpädagogen Albrecht Ackermann und ist Teil des neuen Konzepts "s-pod - mach dein Programm!" beim paritätischen Wohlfahrtsverband des Landes. Die Projektteilnehmer lernten dabei dieWelt des Hörfunks kennen und erfahren wie eine Hörfunksendung entsteht. Beispielsweise waren die Siebtklässler gefordert, Wortbeiträge über die Berufspkaktika der Acht- und Neuntklässler zu produzieren. Da alle Beteiligten den Anspruch hatten, dass die zu erstellenden Beiträge Hörfunkstandards erfüllen müssen, gab es Zielvorgaben für die Projektarbeit. "Welche Informationen muss ich erfragen, die den Hörer interessieren könnten?" solche und ähnliche Fragestellungen galt es zu beantworten, bevor die älteren Mitschüler zu deren Erfahrungen beim Berufspraktikum befragt wurden. Nach dieser Vorbereitung schritt das "Radio-Team" zur Tat und machte Interviews. Es suchte sich z.B. Christopher aus der achten Klasse aus, der ein Berufspraktikum im benachbarten Kindergarten "Arche Noah" absolvierte. Ähnlich wie Profis befragten die Schüler nicht nur Christian, sondern auch Erzieherinnen, Eltern und Kinder. Nach den Interviews ging es an die eigentliche Arbeit: Der "O-Ton" sendetauglich geschnitten werden. Die Schüler hatten hier ein Computerprogramm zur Verfügung. Beim Abspielen der Wortbeiträge erfuhren sie dann ,wie wichtig es ist, Gesprächsteilnehmer ausreden zu lassen und welche Bedeutung eine deutliche Aussprache hat für die Verständigung mit anderen. Der Beitrag über das Berufspraktikum mit Anmoderation, Zwischenmoderation, sowie Kommentaren der Befragten, ist jetzt professionell gestaltet und sendefertig. Nun geht es an eine zweite Aufgabe. Ein Beitrag über die Biografie des Namensgebers der Schule, Johann Georg Stulz von Ortenberg (1771 bis 1832), ist zu verfassen. Wenn Aufgaben strukturiert angegangen werden können, bereite das Lernen und die Arbeit auch Spaß, resümierte Klassenlehrerin Christine Abeska. Auf Grund der positiven Resonanz aller Beteiligten, plant die Schule im kommenden Schuljahr erneut ein Medienprojekt. Die Hörfunkproduktion der Schüler der Stulz-von-Ortenberg-Schule wird im Internet unter www.s-pod.de, sowie unter der Frequenz der Stuttgarter Hochschule für Technik zu hören sein.