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Elterntraining am 15.04.2011
Zweiter Fachtag im Kinder- und Jugendheim in Baden-Baden am 14. April
2011
Der zweite Fachtag des Kinder- und Jugendheimes in Baden-Baden fand
diesmal zum Thema „Ich schaff´s“, lösungsorientiertes
Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen statt. Als Referentin war die
Buchautorin und autorisierte „Ich schaff´s!“-Ausbilderin
Christiane Bauer eingeladen. An dieser von der Landespsychotherapeutenkammer
Baden-Württemberg akkredidierten Fortbildungsveranstaltung nahmen
über 80 Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Bereichen teil,
wie Jugendämter, Schulen, Beratungsstellen, Therapeuten, Vertreter
von Jugendhilfeeinrichtungen aus ganz Baden-Württemberg und interne
Mitarbeiter.
„Ich schaff`s" ist ein klar strukturiertes und in 15 Schritte
unterteiltes Programm, das in vielen Ländern von Fachleuten in
Beratung, Therapie, Pädagogik und Sozialarbeit sowie von Eltern
erfolgreich eingesetzt wird. Entwickelt wurde es ursprünglich
von dem Psychiater und Therapeuten Ben Furman für die Arbeit
mit Kindern in Finnland. In einer Weiterführung durch Christiane
Bauer und Thomas Hegemann entstand das hier vorgestellte Programm
für die Arbeit mit Jugendlichen. Spielerisch und durch Aktivierung
der Ressourcen wird den Kindern oder Jugendlichen dabei geholfen,
Probleme durch das Erlernen neuer Fähigkeiten zu bewältigen.
Frau Bauer begann mit einer kurzen Einführung in die theoretischen
Grundlagen des Programms „Ich schaff´s“. Anhand
eines Märchens erarbeitete sie die wesentlichen Annahmen der
systemischen Sicht-, Denk- und Handlungsweise und des Konzeptes der
Lösungs- und Kompetenzorientierung. Sie verdeutlichte die subjektive
Sicht und Bewertung eines Problems und seiner Lösung, da „Wirklichkeit“
immer eine individuelle Konstruktion darstellt. Der Sinn eines Symptoms
ist nur im Kontext, d.h. im sozialen System zu verstehen und als Lösungsversuch
für im System liegende Probleme zu sehen. Der systemische Berater
tritt dem Klienten mit den Grundhaltungen der Neugierde, Neutralität
und Wertschätzung entgegen und sieht in ihm den Experten in eigener
Sache.
Anschließend wurde „Ich schaff´s“ vorgestellt
und teilweise in Kleingruppen vertieft. Frau Bauer verdeutlichte die
einzelnen Schritte durch Beispiele aus eigener Praxis und sparte dabei
nicht mit Humor, den sie für ihre Arbeit und für die Arbeit
mit Menschen allgemein als zentral ansieht.
Die Teilnehmer erhielten viele Anregungen und konkrete Anwendungsmöglichkeiten
für die praktische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
C. Franke
Dipl.-Psychologin
