Psychologischer Fachdienst

Psychologischer Fachdienst

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Im Psychologischen Fachdienst des Kinder – und Jugendheims Baden-Baden arbeiten fünf Diplom-Psychologinnen und ein Diplom-Psychologe, vier dieser sechs Fachkräfte sind Psychologische Psychotherapeuten, bzw. Kinder-und Jugendlichentherapeuten mit Approbation.

In unserer Einrichtung werden Kinder mit den unterschiedlichsten Störungsbildern aufgenommen. Vielfach stehen diagnostizierte Verhaltensschwierigkeiten (z.B. Störung des Sozialverhaltens, AD(H)S-Problematik) bei der Aufnahme eines Kindes im Vordergrund; auch schulische Defizite oder Leistungsprobleme stellen verstärkt Gründe für eine Unterbringung in der Tagesgruppe oder im vollstationären Bereich dar. Viele der bei uns aufgenommenen Kinder haben schon stationäre oder ambulante psychiatrische Maßnahmen durchlaufen.

Konzeptionell gilt jedem Kind in unserem Kinderheim die Aufmerksamkeit eines Therapeuten. Schon bei der Vorstellung und Aufnahme ist der Fachdienst involviert: Vorliegende Diagnostik wird gesichtet und die Ausgangssituation geprüft, um das Kind und seiner spezifischen Problemsituation zu erfassen. Nach der Aufnahme des Kindes wird auf der Basis von Verhaltensbeobachtungen und gegebenenfalls weiteren diagnostischen Daten die bedarfsgerechte therapeutische Intervention ermittelt und der zeitnahe Beginn sichergestellt. Je nach Alter, Reifegrad und Problemstellung des Kindes kommen verschiedene Therapieverfahren zur Anwendung: Spieltherapie, Gesprächstherapie, Kunsttherapie, Psychodrama, psychomotorische Entwicklungsförderung und Entspannungsverfahren. Familientherapeutische Gespräche können durch eine Psychologin des Fachteams angeboten werden.

Der Psychologische Fachdienst bietet außerdem gruppentherapeutische Maßnahmen an, wie soziales Kompetenztraining oder Antiaggressionstraining.

Wesentliche Merkmale der therapeutischen Arbeit sind das systematische Vorgehen, die Kontinuität und Zuverlässigkeit. In der direkten Beziehung zum Therapeuten/Therapeutin und durch die Nähe zum Heimalltag verlieren die Kinder schnell eventuell existierende Vorbehalte gegen das Setting „Therapie“.

Durch die direkte und räumlich nahe Einbindung der psychologischen Fachkräfte in die Einrichtung besteht auch die Möglichkeit, der zeitnahen und effizienten Krisenintervention.

Neben der Diagnostik und der Therapie sind die Beratung des Erzieherteams und der Austausch mit der Schulleitung und den Lehrern weitere Aufgabengebiete des Psychologischen Dienstes.
Außerdem ist der Therapeut bei der Fortschreibung des Hilfeplanes beteiligt und koordiniert und begleitet psychiatrisch-fachärztliche Termine, falls diese im Einzelfall erforderlich sind. Er wirkt zudem an der konzeptionellen Weiterentwicklung mit, um die Qualität und Effizienz des Angebotsspektrums unserer Einrichtung stets den fachlichen Standards und gesellschaftlichen Erfordernissen anzupassen.

Der Psychologische Fachdienst ist in einem separaten Haus mit großem Garten auf dem Gelände des Kinder– und Jugendheimes angesiedelt; ein Fitness und ein Kreativraum befinden sich neben sechs Therapiezimmern und einem Besprechungsraum in diesem Gebäude.

Die Arbeit des Psychologischen Fachdienstes, als Teil eines Gesamtkonzeptes, hilft mit, das Kind wieder zu stabilisieren und eine Rückführung ins Elternhaus zu erreichen oder eine weitere zukunftsorientierte Perspektive zu ermöglichen.

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